Finale: Donauversinkung und Feldberg

Finale: Donauversinkung und Feldberg

Abreisetag. Einfach packen und heimfahren? Nö.

Da es gestern auf dem Schliffkopf so diesig war, benutze ich mein überdimensionales Gehirn und denke mir: Nach dem Gewitter müsste es doch heute Morgen da oben klar sein und ein paar gute Bilder geben. Bißchen besser wars auch, aber auch nicht so dolle. Schade.

Als nächste Station auf der Heimreise habe ich mir die Donauversickerung bei Immendingen ausgesucht. Ich finde solche Naturphänomene total spannend, vor ein paar Jahren haben meine Holde und ich schon den Aachtopf besucht, der in direktem Zusammenhang mit der Versickerung steht.

Leider (ich weiß nicht, ob das dafür das richtige Wort ist) versickert hier heute nichts, ist wohl nicht einer der 155 Tage im Jahr. Auch der Regen in der Nacht dürfte nochmal gut nachgefüllt haben. Trotzdem kann man ahnen, wieviel Wasser die Donau hier verliert, denn auf einmal fließt die nur noch spärlich weiter. Besonders beeindruckend und auch ein wenig unheimlich fand ich die Stelle, wo das Wasser wirklich rückwärts floss und einen Strudel bildete. Konnte man gut beobachten, da genug Zeugs auf dem Wasser schwamm. Total interessant und nebenbei auch wunderbar dokumentiert durch Hinweisschilder. Ich muss irgendwann nochmal hierher, wenn hier wirklich komplett trocken ist, vielleicht fällt ja in der Hinrunde Augsburg, Freiburg, Stuttgart oder so günstig.

Und nun? Naja, Besuch im Schwarzwald ohne Feldberg? Nicht mit mir. Da ich sowieso irgendwie auf die andere Seite des Schwarzwalds muss, nehm ich den gerne noch mit. Also vorbei an Titi- (hihihihi, er hat Titi gesagt) und dem wunderbaren Schluchsee rauf auf den höchsten Berg des Schwarzwalds. Als ich oben ankomme (also so weit oben, wie man mit dem Auto kommt), bin ich doch etwas erschlagen. Es begrüßt mich ein riesiges Parkhaus, eine Einkaufsmeile und ein ebenso protziges Hotel. Nicht schön, aber wahrscheinlich notwendig, anbetracht der vielen Lifte hier oben. Ich nehme die angebotene Aufstiegshilfe und fahre auf den Seebuck, den vorgelagerten Gipfel vor dem Feldberg. Der ist von der Bahnstation aber noch ne Ecke weg, zu weit für mich an diesem Tag.

Es ist seltsam nach diesen 5 Tagen alleine wandern. Mir gehen die Menschenmassen hier wirklich auf den Sack. Wunderbare Natur, aber die Geräuschkulisse ist fast unerträglich. So mache ich meine Bilder, unter anderem vom Bismarckdenkmal (der is aber auch penetrant) und von einem weiteren Aussichtsturm, den ich ignoriere. Pöh, brauch den nicht. Leider isses auch hier wettertechnisch nicht besser als heute Morgen, so dass die Alpen sich im Dunst verstecken. Schade, aber in 5 Wochen sind wir ja näher dran.

So, das wars dann endgültig im Schwarzwald. Superschön, superanstrengend und, was für mich das wichtigste ist, wirklich mal ein paar Tage total runtergefahren, geerdet und entspannt. Wunderbar, kann ich jedem nur empfehlen.

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