Murgleiter – Etappe 5

Murgleiter – Etappe 5

Finale also. Heiß werden sollte es und wurde es auch. Sehr heiß.

Gestern Abend hat mich doch tatsächlich noch der große böse Wolf besucht, hatte ich unterwegs gar nicht gemerkt. Ein bißchen Wundsalbe behebt das Problem, aber so ganz rund laufe ich heute Morgen nicht. Egal.

Der Weg beginnt ausnahmsweise mal sehr steil und ich bin schon durchgeschwitzt, bevor ich den offiziellen Startpunkt überhaupt erreiche. Danach wird’s nicht besser, erst als ich den Rinkenturm erreiche. Da ich irgendwie so meine Probleme mit Türmen habe, verzichte ich auf die Besteigung. Der letzte hohe, auf dem ich war, war der am Wörthersee auf dem Pyramidenkogel. Hat sich damals voll gelohnt, der Eintritt. Bin hoch, hab mich einmal an der Wand lag ober rundum gedrückt und bin wieder runter. Nee, Türme und ich , wir werden keine Freunde.

Von da geht’s zu einer Wanderhütte, die offiziell als „Vesperstube“ auf der Karte steht. Leider frühstückt man hier erst ab elf, so wird’s mal wieder nix mit dem Gipfelspezi, von nem Kaffee ganz zu schweigen.

Der Weg bis nach Buhlbach ist zwar schön, aber langweilig. Ich nutze jede Gelegenheit, um meine Wasserflasche zu füllen und meine Kappe zu kühlen. Ich trotte dahin, der Weg verläuft leider fast komplett in der Sonne. Echt hart.

Und es kommt noch besser. Der letzte Aufstieg zum Schliffkopf ist die Hölle. Nicht, weil er steil und lang wäre, das ist er nicht. Also lang schon, immer auf einem langweiligen Forstweg und später auch noch elend lang auf Asphalt. Mitten durch die bratende Hitze geht der Weg und schlaucht.

Als ich endlich oben bin und das Ende der Murgleiter erreiche, bin ich komplett durch. Es ist wunderbar hier oben, leider ist es so diesig, dass man nicht so weit gucken kann, wie man eigentlich könnte. Ich nehme noch den Rundweg oben, wenn ich schon mal da bin und verpasse so den vorletzten Bus, der an diesem Tag noch fahren wird, um 3 Minuten. Kluk wie immer.

So habe ich Zeit, die Woche noch mal Revue passieren zu lassen. Es war unglaublich schwer, hätte ich bei der Vorbereitung so nicht gedacht. Sicher, die Hitze kam dazu. Aber auch so ist dieser Weg wirklich heftig für so alte Moppel wie mich.

Ich beschließe die Wandertage mit einem herrlichen Zwiebelrostbraten, den ich gerade noch bei trockenem Wetter genießen kann. Als ich bezahle, geht ein heftiges Gewitter los und es kübelt wie aus Schütten. Ich muss lachen, das nennt man wohl Punktlandung.

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