Ouvertüre: Mummelsee – Hornisgrinde

Ouvertüre: Mummelsee – Hornisgrinde

Urlaub kann man ja so oder so machen. Urlaub brauch ich jetzt, so. Also geh ichs an. Zum ersten Mal auf nem offiziellen Fernwanderweg. Sogar Premium.

Ein sehr guter Freund hat mir mal, als es mir wirklich dreckig  ging, etwas für seine Verhältnisse erstaunlich weises gesagt, nämlich: „Nimm mit, was geht und solange du es kannst.“ Das mach ich nun. Schöner wärs natürlich mit der Besten von allen, aber die will nicht jeden Tag laufen, außerdem hatte die schon ihren Alleine-Urlaub. Am Meer. Furchtbar.

Bis auf einen halbstündigen Stau bei Karlsruhe komme ich entspannt nach Baden-Baden und von dort aus über die wunderbare Schwarzwaldhochstraße bei wunderbarem Wetter zum wunderbaren Mummelsee. Von dort aus führt ein wunderbarer Pfad hinauf zur wunderbaren Hornisgrinde, dem zweithöchsten Berg im Schwarzwald. Es ist fast zu kitschig, das Wetter.

Dort oben genieße ich den wunder-(nein, ich hör jetzt auf damit) also, den Pfad durchs Hochmoor und lerne allerlei unnützes über Matsch. Hier oben gibt’s auch den obligatorischen Bismarckturm, ich überlege, ob diese Bewegung heute denkbar wäre, glaube aber, Schulz- oder Merkeltürme will dann doch eher niemand. Das hiesige Exemplar ist jedoch eher bescheiden im Vergleich zu anderen Bauten für den ollen Kanzler. Von diesem kleinen Kerl aus sieht man noch besser, unter anderem sieht man die Berge, über die es ab morgen gehen wird. Ich bekomme noch ein bisschen mehr Respekt vor der Tour ab morgen. Schadet bestimmt nix, so Respekt.

Über einen kurzen Abschnitt führt der Pfad zurück zum See über den altehrwürdigen Westweg, der mir auch noch für demnächst  in der Nase liegt. Aber eins nach dem anderen. Nach zwei Stunden bin ich zurück am See, wo der heutige Einstimmungstag bei wunderbarem Erdbeerkuchen endet.

Ab morgen wird’s also ernst mit laufen. Wetter soll so bleiben, eher noch kitschiger werden. Daran wird’s also nicht scheitern. Eher an rein biologischen Gründen. Ich werde berichten.

Und wer die Bilder sieht, weiß jetzt auch, wie weit es noch zu Sauron ist. Soweit will ich dann doch nicht. Dieses Mal.

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