Volksfront von Judäa

Vorspeise

Dank an Achim und Thilo für die unfreiwillige Teilnahme an den Geschehnissen, Jungs, mit euch wird’s nie langweilig. Für den Anfang begeben wir uns also zurück ins Jahr 2008, in die beschauliche Metropolregion in Baden.

1. Gang

Kalt und klar wars an diesem Morgen anno 2008, das letzte Spiel der Schalker in 2008 stand an, in Mannheim gegen die unsäglichen Hoffenheimer. Ich stehe in meinem Heimatort am Bahnhof, denn es steht heute keine Auto-Tour an, sondern eine echte Asi-Tour, wie früher, mit der deutschen Bahn, Dosenbier inbegriffen. In Frankfurt treffe ich mich mit meinem Kumpel Achim, gemeinsam besteigen wir, nachdem wir nochmals unseren Dosenbiervorrat ergänzt haben, den RE nach Mannheim.

Wir erreichen Mannheim um die frühe Mittagszeit und überlegen, was wir nun mit dem angebrochenen Tag anfangen, denn es ist Sonntag und das Spiel steht erst für 15:30 an. So wandern wir erst mal Richtung Innenstadt, Schalker sind auch schon vereinzelt zu sehen, wir sehen aber leider keine bekannten Gesichter. Gottseidank treffen wir auf eine Filiale des Burgerbraters unseres Vertrauens, wo wir uns stärken können, ich erwische allerdings einen Burger, der naja sagen wir mal grenzwertig ist, mit so ner komischen Blaubeerpampe drauf, brauch ich nicht noch mal. Achim schaut mir grinsend beim Verzehr desselben zu und meint: „Du musst ja auch immer so neumodischen Kram fressen“. Recht hat er, leider, denn mein Magen rumpelt nach dem Verzehr ganz schön komisch.

Wir verlassen den Tempel der Genüsse und stehen wieder vor der Frage: Was nun? Wir beschließen, Richtung quadratischer Innenstadt zu laufen und uns eine gemütliche Kneipe in einer der Seitenstraßen zu suchen. Wir pilgern bestimmt eine halbe Stunde durch Mannheim, ohne zu Potte zu kommen, sprich eine gemütliche Kneipe zu finden. Dann wird es uns zu blöd: Wir quatschen einen Typen an, der uns vertrauenswürdig erscheint (ich muss beim Schreiben schon lachen, denn wenn ihr wüsstet, wie der ausgesehen hat) und fragen nach einer gemütlichen Kneipe zum Vorglühen auf das Spiel. Er guckt uns an und meint: „Schalker, hä? Na dann kommt mal mit!“ Siehe da, er ist auch grade auf dem Weg in eine Kneipe und nimmt uns freundlicherweise mit.

Beim Gespräch mit ihm stellt sich heraus, dass er Mannheim-Fan ist (was auch sonst) und auf dem Weg in eine den Mannheimern gut gesonnenen Kneipe. Achim und ich blicken uns an und uns wird mulmig, denn wir kennen die Mannheimer Fanszene ansatzweise noch aus den 80ern, das war nicht ganz soooo nett da. An der Eckkneipe angekommen, bietet sich im Inneren derselben der befürchtete Anblick: Mannheimer Fanutensilien allerorten. Die Kneipe an sich ist von der Einrichtung her irgendwann Mitte der 80er stehengeblieben. Flaschen mit Kerzen drauf, Holztheke, Holzinventar, Holzfußboden, das Einzige, was an die Neuzeit erinnert, ist der Flachbildschirm an der Wand, der grade die Spiele der zweiten Liga zeigt. Wenn du als Schalker in diese Kneipe Mitte der 80er auch nur deine Nase reingesteckt hättest….. .

Wir nehmen an der Theke Platz, der Burger verknotet sich in meinem Magen, ich raune Achim zu, ob er findet, dass das hier wirklich eine gute Idee sei, er grinst und meint, da müssten wir jetzt wohl durch. Also gut. Rechterhand in der Ecke an der Theke sitzt etwas, das ungefähr so aussieht wie Cousin It von der Adams-Family und uns anstiert. Langsam wird’s echt gruselig, wir werden hier nicht nur rituell geschlachtet, sondern auch noch zur Wurst gemacht, das hier ist so eine Art Opfer, was unser Führer als späte Rache der Mannheimer Fanszene darbringt. Der Rest der anwesenden Gäste sieht allerdings halbwegs normal aus, für Mannheimer Verhältnisse. Und dann folgt Überraschendes: Schießt die hoppschen Arschlöcher bloß raus aus unserer Stadt, lautet der allgemeine Tenor der anwesenden Fussballfangemeinde.

Schlagartig geht’s mir besser und wir beschließen, nun doch etwas zu trinken zu ordern. Anbetracht des Anblicks, der sich auf und hinter dem komisch klebrigen Tresen bietet, entscheiden wir uns allerdings für ein Flens, denn das gibt’s aus der Flasche. Beim Blick aufs Etikett fällt aber auf, dass man hier doch schon recht nahe am Verfallsdatum ist und aufs zweite besser verzichten sollte. Die Wirtin serviert Griebenschmalzbrote, die tatsächlich grünlich schimmern und schillern, so als hätte sie Homer Simpson persönlich geschmiert oder das Schmalz stamme auch noch aus den 80ern, dafür sind die umsonst. Um Himmels Willen, Achim greift tatsächlich zu und beißt da auch noch rein, denke ich und als ich sein Gesicht sehe und wie er kaut, bin ich diesmal mit Grinsen dran. Diese Leckerei beschäftigt ihn dann noch den Rest des Tages, so verdauungsmäßig. Gourmettechnisch stehts jetzt also 1:1.

Achim geht Bier entsorgen, kommt kopfschüttelnd zurück, murmelt etwas wie „du stellst es dir nicht vor“ und ich verzichte auf Detailnachfragen. Wir zahlen und verlassen das heimelige Ambiente des 80er-Infernos. Draußen auf der Straße, ein paar Ecken weiter, schauen wir uns an und brechen in schallendes Gelächter aus, ungläubig ob des eben Erlebten, doch ich schwöre, genau so wars. Beschwingt besteigen wir die Straßenbahn gen Stadion, die Bahn ist jetzt auch schon ganz schön voll, wir beide erstaunlicherweise nicht, was aber auch meinem Mittagessen und der Griebenschmalzgrausamkeit des 80er-Idylls anzulasten ist. Wir verlassen die Bahn und halten uns auf dem Bürgersteig vor dem Stadion auf, weil wir uns mit Andi aus Mülheim und seiner bezaubernden Sandra verabredet haben. Die Beiden, eigentlich Schalker, besitzen zum damaligen Zeitpunkt doch tatsächlich Dauerkarten für die neue Hopp-Arena. Andi hats aus hormonellen Gründen in diese Gegend verschlagen, eigentlich auch nachvollziehbar. Die Beiden kommen also an und wir stehen weiter auf dem Bürgersteig und quatschen über dies und das.

Dann rollen 3 Busse heran und es erscheint – die „Brigade Hoffenheim“, so stehts auf den Cappus, Sweatern und allem, was sie so tragen, das Zeug riecht auch noch deutlich nach Verpackung und hat wohl noch nie Persil zu sehen bekommen. Später sehen wir auch noch welche, wo „Legion Hoffenheim“ draufsteht. Klingt irgendwie nach „Volksfront von Judäa“ und „Judäischer Volksfront“, finde ich und Andi meint, so ungefähr müsse man sich das Ganze auch vorstellen. Ich reibe mir die Augen, Achim ist ganz blaß, aber es bleibt dabei, das steht da wirklich.

So stehen sie da, ungefähr hundert Mann, als ein einzelner vorbeigehender Schalker einen dieser Helden anrempelt. Achim und ich bekommen große Augen, machen uns in stillem Einvernehmen bereit für das große Blutbad, was jetzt folgen müsste, aber es geschieht – nichts! Im Gegenteil, der Angerempelte hat fast Tränen in den Augen, man macht den Schalkern fast ehrfürchtig Platz. Die furchterregende Kohorte macht sich auf gen Stadion, in unsere Richtung. Wir beschließen, einfach stehenzubleiben und mal abzuwarten, was denn so passiert, wenn sie auf uns treffen, mutig geworden nach dem eben Gesehenen.

Es geschieht das Erwartete, nämlich ebenfalls nichts, wir fühlen uns wie ein Kreisverkehr bei der Tour de France, um den das Hauptfeld herumströmt, von oben betrachtet bestimmt ein geiler Anblick. Ich frage mich ernsthaft, was die gefühlten 15000 Hoffenheimer denn so die letzten 10 Jahre in ihrer Freizeit gemacht haben, zu Mannheim sind die mit Sicherheit nicht gegangen. Kopfschüttelnd und noch einige dieser Helden auslachend, weil sie doch tatsächlich anfangen, so was wie Schmähgesänge anzustimmen, nachdem sie 50 Meter weiter weg sind, machen wir uns auf Richtung Gästeblock, in Mannheim fast genauso geregelt wie in Stuttgart, man muss einmal ums Karree.

Dort treffen wir einige Helden aus dem Schalke-Forum, die uns berichten, dass sie heute ob der Heimfans auch schon sehr gelacht hätten und nehmen uns das zuvor erlebte nicht so richtig ab, als wir es ihnen erzählen, ist aber auch nicht grade glaubwürdig, muss ich zugeben. Außerdem treffen wir, höchsterfreulich und unvermeidbar, ein paar lange nicht gesehene Mitglieder des geilsten Fanclubs der Welt, nämlich dem Unsrigen. Das Stadion und seine Feuerwurst sollten auch hinlänglich bekannt sein.

Um hier nicht noch länger zu werden: Das Nachfolgende kennt jeder, der dabei war – es war stimmungsmäßig definitiv das Highlight der Saison 2008/09, auch dem Spielverlauf geschuldet. Zur Erinnerung: die Hoffenheimer waren damals sogar Herbstmeister als Aufsteiger. Die unsäglichen Banner („Wir sind das neue königsblau, ihr seid nur noch königsgrau!“ oder so), mit denen sie sich für mich persönlich endgültig zur Lachnummer machten, taten ein Übriges, der Elch auf Extasy war ja noch ganz lustig. Aber eine Schalker Auswärtstribüne, die komplett sang und hüpfte, ja, das war schon was, da waren sich Achim und ich einig, das war definitiv Schalke pur, das gabs bis dahin nicht so oft.

2. Gang

Der Zufall wollte es, dass wir zu Beginn der Saison 2009/ 10 schon wieder gegen die neue Großmacht aus der Nähe des Technikmuseums ran mussten, diesmal im neuen Stadion direkt gegenüber desselben.

Es ist ein Freitagsspiel, im neuerrichteten Konsumtempel in der „Metropolregion“ (was das auch immer heißen soll) rund um Mannheim. Grade mal schlappe 190 km stehen an, diesmal mit dem Auto, Thilo und die weltbeste Fahrerin sind auch dabei.

Wie wir im Vorfeld erfahren haben, ist die Park- sowie die Abreisesituation dort nur suboptimal gelöst, also schmiedet Thilo (wie immer) generalstabsmäßig den Plan, wie das ganze denn ohne Streß zu umgehen ist. Dazu gehört, relativ zeitig anzureisen und so sind wir dann auch am frühen Nachmittag bereits im beschaulichen Hoffenheim bzw. Sinsheim und stellen unser Auto an einem geheimen Platz ab, der hier nicht verraten wird, sonst isser beim nächsten Mal besetzt. War, wie sich im Nachhinein herausstellt, eine weise Entscheidung, wenn man so liest, wie es denen ging, die offiziell geparkt haben, den Verkehrsplaner müsste man echt erschlagen.

Ist aber garnich so schlimm, dass wir so früh da sind, denn ein örtlicher S04-Fanclub hat, keine 200m Luftline vom Stadion entfernt und direkt am Weg zur Autobahnüberführung, eine richtich nette Schalker Oase geschaffen, mit Bierpilzen, einer Fressbude und Bierzeltgarnituren, wirklich fein gemacht. Wir richten uns ein und besorgen erst mal Speis und Trank, die Currywurst war wirklich lecker. Der einzige Wermutstropfen ist eine folgende kleine Dusche, zudem ist es empfindlich kühl an diesem Augustabend, aber wat solls, da musste halt durch.

Der Platz füllt sich und ist irgendwann richtich proppevoll, ich wünsche den Veranstaltern, dass sich das richtig gelohnt hat für ihre Mühe, die sie da sicher reingesteckt haben. Auf dem direkt am Oasengelände liegenden Zugangsweg strömen mittlerweile kleckerweise die Leute Richtung Stadion, die Polizei marschiert in ungeahnten zahlenmäßigen Dimension auf: 3 Beamte, davon einer weiblichen Geschlechts. Mir schwant Schreckliches, es wird doch nicht – doch, es geschieht. Ein Grummeln trappender Füsse, eine Wolke unterschwelliger Gefahr, eine Aura des Unheimlichen macht sich breit, die Woge rauscht heran, das drohende Marschgeräusch wird lauter, man hört die Speere und Schilde klappern, ich denke an „300“, sie sind es tatsächlich: die Volksfront von J…. ääääh, die Brigade Hoffenheim marschiert an. „Tod und Hass dem S04“ ist ihre mörderische Drohung, die sie den mittlerweile sich ängstlich duckenden und sich unter den Tischen verkriechenden geschätzten 500 Schalkern entgegenschleudern (böse Zungen behaupten später, dass sich die Leute nicht geduckt haben, sondern die Bäuche vor Lachen hielten und die unter den Tischen wären auch nur wegen Lachkrämpfen dort gelandet, habe ich aber nicht überprüft und bleibe damit bei eben Geschildertem).

Das könnte gleich interessant werden, denken wir uns und begeben uns an den Rand des Weges, um Feldforschungen vor Ort zu betreiben, das tun andere Schalker auch und so bildet sich an dem Wegesrand eine Art einseitiger Spalier. Wir stehen in der Nähe der mit geballter Macht aufgelaufenen Hüter des Gesetzes, der mit den Augen rollende, anscheinend etwas frustrierte Einsatzleiter sagt zu uns: „Lasst sie doch bitte in Ruhe, die üben doch noch“. Ich denke, ich habe mich verhört und gucke Achim und Hinten-Rechts an, die gucken aber nur genauso verdattert aus der Wäsche. Hat der das wirklich gesagt? Jau, hatter, und die Polizeipolizistendame grinst uns ob dieser Aussage auch nur wissend an.

Nichtsdestotrotz beschließt Achim, die Feldforschungen jetzt zu intensivieren, ein Versuch am lebenden Objekt steht auf dem Plan, und winkt einen der so furchterregenden Gestalten heran, dieser hatte ihn bereits oberböse als „Scheiß-Schalker“ beschimpft und „seine Mudda“ sollte auch irgendwas gemacht haben. Achims Charme wirkt, der so Herbeigewunkene beweißt, dass er was in der Hose zu haben scheint und tritt vor ihn, Auge in Auge stehen sie da, Achim packt alles aus, was er an Nettigkeiten kennt, fast berühren sich ihre Nasen. Ob dieses Anblicks schließe ich kurz die Augen und warte auf das furchtbare Geräusch, wenn Nasen brechen, Zähne fliegen, Rippen krachen, was eigentlich jetzt unvermeidbar scheint. Als ich meine wunderschönen Äuglein wieder öffne, ist der Hoffenheimer Kat. C-Anwärter verschwunden, Achim ist nur noch ein verzweifeltes, aufgelöstes, in diesem Augenblick furchtbar einsames und hilfloses Menschenwesen, das die Welt nicht mehr versteht.

Ich denke: Oh mein Gott, was hat ihm dieser Hoffenheimer Unmensch denn bloß angetan, stammelnd sagt er: „Der is einfach weggegangen, einfach so, normalerweise dürfte ich doch jetzt keine Zähne mehr haben, was hab ich denn falsch gemacht? Der hat auch einfach weggeguckt, wenigstens schubsen hätt der mich doch können oder etwa nich?“ Hilflos schaut er mich an, nie hat mir jemand mehr leid getan als er in diesem Augenblick, als seine Welt ein bißchen in sich zusammenbrach. Ich fange schallend an zu lachen, was Achim aber auch nicht wirklich hilft, der Gute ist ernsthaft verwirrt, so was hat er definitiv noch nicht erlebt.

Thilo ist derweil mal wieder auf einer seiner gefürchteten Verbrüderungstouren, hat sich einen der Häuptlinge der judäischen Volksfront geschnappt und palavert mit ihm. Später erzählt er, der Zenturio der I. Legion, 3. Kohorte, 2.Manipel, 1. Zenturie hätte sich als „eigentlich Schalker“ geoutet, aber die Region und blablabla undsoweiterundgedöns. Jetzt bricht für mich ein Stückchen die Welt ein und ich frage Hinten-Rechts, ob er wenigstens nach diesem coming out sofort das Gespräch beendet hat, gottseidank bejaht er mir das. Sachen gibbet, die gibbet garnich.

Wir beschließen, dass es jetzt das Beste sei, sich böse zu betrinken, was uns auch fast gelingt. Wir gehen über die Autobahnbrücke Richtung Gästeblock, wird langsam Zeit. Dort angekommen, erblicken wir die nächste Kuriosität, ein Gittertor, was tatsächlich für jeden Fan einzeln geöffnet wird, so was hab ich auch noch nicht gesehen. Die Kontrollen sind auch eher lax, wenigstens bei mir, später wird noch anderes berichtet, tja, entweder hat man Charisma oder nicht.

Wir treffen die üblichen Verdächtigen, erleben ein Stadion, das meiner Meinung nach nicht der Rede wert ist, das übliche Humtata vor dem Spiel nebst Deppenelch und eine Null-Stimmung, was den Heimverein betrifft. Sowas kann man sich halt dann doch nicht kaufen. Das Spiel ist leider aus unserer Sicht ebenfalls nicht der Rede wert, soviel Glück hatten wir lange davor und bis jetzt auch nicht mehr nötig, um einen Punkt zu holen. Bei uns sagt man: „Mund abbuzze un weider“.

So wenden wir uns mit Grausen ab und marschieren Richtung Schalker Oase zurück, um noch ein bisschen zu verweilen, bis sich das allgemeine Verkehrschaos aufgelöst hat. Als wir die Unterführung erreichen (hää? Hinzu sind wir doch oben lang, komisch), gehen mir ein paar Mädels tierisch auf den Sack, die andauernd mit schrillen Stimmen was von „Subä Hoffä“ krähen. Von oben schallts von einem aufgelösten Schalker herab „wo sind denn die Bullen, wenn man sie mal braucht, ich werd hier andauernd bedroht von denen“. Mit „denen“ meint er wohl den Anhang des Metropolregionheimvereins, was uns zum Ausruf veranlasst: „sag doch mal wo, wir würden auch gerne ein bisschen bedroht werden!“, was zur allgemeinen Erheiterung noch ein bisschen mehr beiträgt.

Wir ernten vernichtende Blicke der Hardcoresängermädels und Achim sagt: “Einfach weggeguckt hat der, ich verstehe das nicht“. Er grübelt also immer noch darüber, was er denn falschgemacht hat. Später kann ich ihn dann davon überzeugen, dass mit ihm nichts verkehrt ist, so richtig glauben tut er mir das aber bis heute nicht.

Dessert

An der Oase angekommen und noch mal Getränke gefasst, erleben wir den Auszug der Hoffenheimer Gladiatoren, stimmgewaltig und zur allgemeinen Erheiterung der Schalker Gemeinde, die mittlerweile noch größer geworden ist als vor dem Spiel. Diesmal ist die Staatsmacht zahlenmäßig auch deutlich größer vertreten, wir zählen 5 Beamte, passiert ist aber so gut wie nix, habe zumindest nichts anderes gehört, warum auch, hätte sich echt nicht gelohnt. Später entern wir noch das McDonalds, in dessen Nähe wir am Straßenrand geparkt hatten (Mist, jetzt hab ich den geheimen Parkplatz doch verraten). Wir lassen den, wie alle finden, bis aufs Spiel selbst gelungenen Abend ausklingen, lediglich Achim ist immer noch nicht zufrieden und mit Selbstzweifeln geplagt, die ihn auch noch über die gesamte, völlig stressfreie Rückfahrt quälen.

Feedback hier